WordPress einfach erklärt

Ja, ich könnte da jetzt 20.000 Wörter drüber schreiben, aber ich versuche mich kurz zu fassen 😄 Eine kurze, einfache Erklärung:

WordPress ist ein Content Management System (CMS). Das heißt mit WordPress kann man die Inhalte seiner Website erstellen, anordnen, ändern und verwalten. WordPress ist nur eins von vielen CMS auf dem weltweiten Markt wie Drupal, Typo3, Joomla etc. Es ist allerdings weltweit das bei weitem Erfolgreichste. Es wird auf 34% der top 10 Millionen Websites betrieben.

Der Unterschied zwischen WordPress.com und WordPress.org

WordPress wurde 2003 von Mike Little und Matt Mullenweg veröffentlicht als Weiterführung der Blogsoftware b2/cafelog. Daraus entstanden ist einerseits der Hostingservice WordPress.com, bei dem man gegen Bezahlung eine WordPress-Seite betreiben kann und diese als Service komplett gepflegt wird. Andererseits ist die WordPress Open-Source-Software etstanden, die unter WordPress.org kostenlos erhältlich ist, und die jeder auf jeglichem Server installieren kann, der die Vorraussetzungen erfüllt. Bei dieser Variante muss man sich selbst um Updates, Sicherheit und Pflege kümmern. Über diese Variante spreche ich hier.

Wie funktioniert dieses WordPress?

Die Software basiert auf einer Datenbank und Skriptdateien, die auf diese Datenbank zugreifen. Die Datenbank muss man sich wie eine komplexe Exceldatei vorstellen. Die Skripte sind mit Platzhaltern gefüllt, die sich dann die Inhalte der Tabellenzellen ziehen. Ähnlich wie bei einem Serienbrief in Word, der sich die Adressen aus einer Exceldatenbank zieht. Ein Beispiel:

Server Datenbank wird aufgerufen, HTML Dokument wird erstellt und an den Browser ausgeliefert

Die Userin ruft eine Seite auf, die Daten werden aus der Datenbank abgerufen. Diese Daten können z.B. der Titel der Seite sein, der Inhalt der Seite, aber auch komplexere Sachen wie der Inhalt der Navigation, der Aufbau des Menüs, die URL unter der die Datei des Website-Logo abgelegt ist und vieles mehr. Diese Inhalte der Datenbank werden dann per Script in ein HTML-Dokument umgewandelt und an den Browser geliefert. Die Website wird wie gewünscht auf dem Rechner dargestellt.

Die Inhalte kann man im sogenannten Backend editieren, um die besagte Datenbank anzupassen oder um z.B. Bilder hochzuladen. Das sieht dann so aus:

Das Backend

Nach dem einloggen wird man auf dem Dashboard begrüßt, der Schaltzentrale für die Verwaltung einer Website mit WordPress.

Screenshot WordPress Dashboard

Von hier aus kann man neue Seiten oder Beiträge erstellen, Bilder und Videos hochladen, das Navigationsmenü und Design anpassen, Kommentare verwalten, neue Userinnen anlegen oder sonstige Einstellungen bearbeiten.

Der Editor

Bei der Erstellung der Seiten hilft der Editor mit dem Namen „Gutenberg“. Der Editor wird ständig weiterentwickelt und arbeitet mit sogenannten Blöcken. Jeder Absatz ist ein Block, jede Überschrift, jedes Bild, Video, Tweet-Embed etc. Es gibt mittlerweile an die 100 verschiedenen Blöcke, die z.B. auch verschachtelt werden können. Die beste Übersicht über die Blöcke und deren Verwendung bietet die Gutenberg-Fibel von meiner Kollegin Jessica Lyschik.

Wer den Editor schnell mal Testen möchte kann das auf der Demo-Seite tun. Aber natürlich kann man dort keine Bilder hochladen.

Screenshot Gutenberg Editor mit Dummy Inhalten

Der Editor besteht grob aus dem Bearbeitungsfeld (hier in der Mitte), dass möglichst nah an die Websiteansicht herankommen soll, und dem Einstellungsfeldern rechts, die sich je nach Auswahl der Blöcke im Bearbeitungsfeld ändern (in meinem Screenshot sieht man Einstellungen für das ausgewählte Bild).

Einmal veröffentlicht (der blaue Button rechts oben), kann man nun auf der Beitrags-, News- oder Aktuelles-Seite der Website den neuen Eintrag sehen. Wenn man in gleicher Weise eine Seite erstellt hat kann man nun hingehen und diese zu einem Navigationsmenü hinzufügen. Das zu zeigen würde hier allerdings zu weit gehen, ich wollte ja nur kurz erklären, was dieses WordPress eigentlich ist 😊

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